Maine Coon Erziehung

Kann man Katzen wirklich erziehen? Wenn es eine Chance auf Erziehung bei Katzen gibt, dann ist die intelligente Maine Coon sicherlich gut geeignet. Allerdings sollte man nicht erwarten, dass eine Coonie so gehorsam wird wie ein Hund. Bis zu einem gewissen Grad lassen sich aber auch Maine Coon Katzen erfolgreich erziehen.

Das Wichtigste bei der Katzenerziehung ist Konsequenz

Das Wichtigste bei der Erziehung eines Tieres, egal ob Hund, Katze oder hochintelligente Maine Coon ist Konsequenz. Ausnahmen können Tiere nicht verstehen, eine einzige Ausnahme kann einen zuvor wochenlang aufgebauter Erziehungsfortschritt zunichte machen.

Katze soll Regal oder Schrank nicht betreten

Auf leisen Samtpfoten kommt sie daher und springt in das Regal mit dem Lieblingsporzellan. Möglichkeit eins: Alles wegräumen, was sonst zerstört werden könnte. Möglichkeit zwei ist die richtige Erziehung. Mit Konsequenz kann man der Maine Coon das abgewöhnen, schimpfen aber auch wiederholtes Herunternehmen (ja, auch wenn es unter der Decke auf der Couch gerade sehr bequem ist) helfen meist. Ist die Katze aber gegen Schimpfen und Vertreiben immun, dann kann Duftöl (oder auch spezielles Katzenfernhaltespray) helfen. Insbesondere Zitrusdüfte verleiden Katzen vormals liebgewonnene Aufenthaltsorte wie Schrank oder Regal. Einfach ein paar Tropfen des Duftöls auf ein Taschentuch verteilen und auf der Stelle verteilen, die die Katze zukünftig meiden soll.
Allerdings gibt es auch Maine Coon Katzen mit einer sehr unempfindlichen Nase, die sich von Zitrusöl und anderen Duftölen nicht stören lassen wird. Hier muss der Platz eben unbequem gemacht werden. Hierfür reicht es ein etwa 30 Zentimeter langes Paketklebeband zu nehmen und mit der Klebeseite nach außen auf der Stelle zu platzieren. Wer erst einmal nicht mit dem allerhärtesten Mittel schießen möchte, kann die Klebestelle, die oben aufliegt auch erst einmal entschärfen, in dem dieser Klebestreifen erst einmal kurz auf ein T-Shirt oder eine Decke gedrückt wird. Im Regelfall wird zum einen das Rascheln aber auch der Klebstoff die Katze lehren zukünftig diese Stelle zu meiden.

Im Regelfall sollte ein Kitten von einem guten Züchter beim Umzug ins neue Haus bereits an einen Kratzbaum gewöhnt worden sein. Nicht immer ist dies aber geschehen oder das Katzenwelpen vergisst seine gute Erziehung wieder und schärft die Krallen dann an Möbeln, Tapeten, Vorhängen und was sonst noch so unter die Pfoten gelangt.
Hier hilft nur sofortiges Handeln. Günstig wäre es also, wenn beim Einzug der kleinen Katze die ersten Tage immer jemand im Haus ist, der auch Zeit hat, diese zu beobachten. Sobald dann die Katze an den Tapeten kratzt, muss ein scharfes Nein ertönen, die Katze genommen und vor den richtigen Kratzbaum gesetzt werden. Hier kann man der Katze auch vormachen, was nun erwartet wird. Das ganze nutzt nur etwas, wenn man die Maine Coone auf frischer Tat ertappt.

Nicht jede Maine Coon wird bedenkenlos jeden Kratzbaum akzeptieren. Im Regelfall hilft hier Geduld weiter, aber manchmal liegt es auch wirklich am Baum selbst.

  • Zu klein. Wenn die Katze sich gerne beim Katzen streckt, sollte der Kratzbaum schon mindestens 80 Zentimeter hoch sein.
  • Kratzbaum stinkt. Zumindest aus Katzensicht. Passiert oft bei Billigprodukten. Manchmal hilft auslüften, manchmal muss ein neuer Baum her.
  • Kratzbaum ist instabil. Immer dran denken, eine Maine Coon ist Größer als die durchschnittliche Hauskatze für die die meisten Kratzbäume gedacht sind. Ist die Maine Coon mit einem zu kleinen wackligen Baum schon mal abgestürzt wird sie die Gefahrenquelle zukünftig meiden.
  • Falsches Material. Der Kratzbaum ist aus Sisal, die Katze bevorzugt Holz oder Teppich. Hier hilft nur ausprobieren.
  • Frust. Gelangweilte Maine Coon Katzen kratzen auch aus Frust und Langeweile. Kratzen an Tapeten soll Aufmerksamkeit bringen. Vielleicht wäre hier eine zweite Katze angebracht.

Einem Kratzbaum kann man übrigens auch einparfümieren. Einfach ein Kleidungsstück nehmen, natürlich nicht frisch gewaschen, sondern ruhig schon etwas durchgeschwitzt und dieses Kleidungsstück dann um den Kratzbaum wickeln.

Katze im Bett

Maine Coon Katze beim Schlafen

Eine Main Coon Katze beim Schlafen im Bett. Das Kitten hat sich dafür unter eine Decke versteckt.

Die Maine Coon gehört nun mal zu den größten Hauskatzen der Welt. Ist das Katzenwelpen noch klein und süß, wird es noch ins Bett genommen, noch reicht Platz, Decke und Kissen auch für alle. Ist die Main Coon Katze dann auf ihre acht Kilo oder mehr angewachsen, wird es schon schwieriger. Wer dem Katzenbaby bereits erlaubt hat, ins Bett zu kommen, wird es sehr schwer haben, den Platz zurückzuerobern. Da hilft nur Schlafzimmertür, Katze jammern lassen und Ohrenstöpsel rein. Nach einiger Zeit, in der nicht jeder durchhält, wird die Katze ihren Katzenschlafplatz akzeptieren. Wem das zu anstrengend ist, sollte über ein größeres Bett nachdenken, allerdings sind Katzen auch Meister darin, ihren Platzbedarf an der Größe anzupassen und so wird es schwierig wirklich einen Schlafplatz zu finden, in den alle Platz finden und nicht nur die Katze.

Wer übrigens nicht gerade in einer hellhöhrigen Wohnung lebt, kann beim Entwöhnen der Katze vom Bett auch auf den Staubsaugertrick zurückgreifen. Dabei wird der Staubsauger bevor es ins Bett geht vor die geschlossene Schlafzimmertür gestellt und das Kabel im Schlafzimmer verlegt. Wenn es nun ins Bett geht und die Katze ausgesperrt wird, wird sie irgendwann anfangen zu jammern, dann sofort den Staubsauger einstöpseln und die Katze so erschrecken.