Ursprung und Geschichte der Maine Coon Katze

Die Maine Coone stammt aus dem Nordosten der USA. Sie gilt als eine der ältesten einheimischen Katzenrassen in Nordamerika. Erste Hinweise auf langhaarige Katzen, die Vorfahren der heutigen Maine Coon gewesen sein können, gibt es aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Erstmals erwähnt wurde die Maine Coon in einem Buch aus dem Jahre 1861. Dabei handelte es ich um eine schwazr-weiße Maine Coon mit Namen Kapitän Jenks.

Sehr wahrscheinlich kam die Maine Coon Katze bzw. ein langhaariger Vorfahr dieser Katzenrasse mit Einwanderern nach den USA.

Es gibt aber einige – teils wilde – Geschichten rund um die Herkunft der Maine Coon.

Ursprung der Maine Coon – Legenden

Die Katze und der Waschbär

Der englische Name für Waschbär ist coon bzw. racoon. Das Aussehen der frühen Maine-Katze war wohl noch mehr von ihrem buschigen Schwanz geprägt, der eben an einen solchen Waschbären erinnerte. Das lieferte zum einen den Namen für die Katze und den Mythos, diese Katzenrasse sei durch die Verpaarung einer normalen Katze mit einem Waschbären hervorgegangen. Biologisch ist dies zwar wohl nicht möglich, aber der Name Coon für Waschbär hielt sich. Und für die Haarbüscheln in den Ohren soll eine Paarung zwischen Hauskatzen und Luchsen ursächlich gewesen sein, ebenso unwahrscheinlich wie die Waschbären-Theorie.

Kapitän Coon

Nach einer anderen Theorie über den Ursprung der Maine Coon haben Waschbären mit dem Namen nichts zu tun. Der Name Coon stammte von einem Kapitän (in einer anderen Variante ein Junge namens Tom Coon), der als Handelskapitän die Staaten Neuenglands besuchte und dabei von einer langhaarigen Schiffskatze begleitet wurde. Legte Kapitän Coon irgendwo an um Handel zu treiben hatte der potente Schiffskater eben andere Möglichkeiten der Beschäftigung und sucht die Hafenkatzen auf.

Königin Marie Antoinette

Die unglückliche französische Königin Marie Antoinette soll einer anderen Theorie nach für die Entstehung der Maine Coone verantwortlich gewesen sein. Die Königin soll langhaarige und flauschige Tiere geliebt haben. Von der Königin sollen außerdem Privatsachen in einem Schiff nach Amerika bzw. Maine gekommen sein, vielleicht hatte sie vor, sich und ihre Familie vor der Französischen Revolution in Sicherheit zu bringen, und so sollen sich die langhaarigen Katzen von Königin Marie Antoinette mit einheimischen Katzen gepaart und so die Maine Katze entstanden sein. Kapitän des Schiffs der Marie Antoniette soll ein Samuel Clugh gewesen sein, mit ihm und dem Gepäck der Königin, die in Frankreich auf dem Schafott endete, sollen sechs ihrer türkischen Angorakatzen nach Wiscasset, Maine gelangt sein. Wenn wäre dies wohl in den 1790er Jahren geschehen, 1793 war Marie Antoinette in Paris während der Französischen Revolution hingerichtet worden.

Die Wikinger

Um 1000 n. Chr. Erreichten die Wikinger unter Leif Eriksson und mit diesen auch Schiffskatzen den Nordosten des amerikanischen Kontinents und zwar Norwegische Waldkatzen. Die Maine Coon,so die Theorie, sei aus dieser Katzenrasse entstanden. Wobei sich die Norwegische Waldkatze und die Maine Coon tatsächlich recht ähnlich sehen.
Natürliche Selektion

In Neuengland herrscht nicht gerade Katzenfreundliches Klima. Die Winter sind kalt und ungemütlich. Daher haben, so eine weitere Theorie, nur die stärksten und größten sowie die am besten an den Winter angepassten Katzen überlebt und so sie die Maine Coon entstanden. Allerdings gehen Fachleuchte davon aus, dass ein solcher Prozess doch deutlich länger brauchen würde.

Katzenshows in den Vereinigten Staaten

Die Maine Cats, wie die Maine Coon Katze im 19. Jahrhundert noch genannt wurde, war eine äußerst beliebte Katze in den USA. So gab es lokale Landwirtschaftsmessen auf denen die schönste Maine-Katze gekürt wurde und dann auch den Titel Maine State Champion Cat führte. Und beliebt war die Maine Cat nicht nur auf dem Gebiet des Bundesstaates Maine im äußersten Nordwesten der USA, auch auf anderen Shows im Land tauchte diese Katzenrasse ab 1870 auf.

Cosey, eine Maine Coon, gilt als Gewinnerin der ersten Katzenshow in den USA im Mai 1895. Abehalten wurde die erste nordamerikanische Katzenausstellung in Madison Square Garden in New York City am 8. Mai 1895. Von der stolzen Siegerkatze ist auch ein Foto erhalten.

Wiederentdeckung der Maine Coon

Im 19. Jahrhundert war die Maine Cat noch sehr beliebt und bei Katzenshows in den USA stark vertreten. Danach wurde es ruhiger um diese Rasse, langhaarige Katzen aus Europa und auch die Perser Katze verdrängten sie wohl von der Bildfläche. Beinahe wäre die Main Coon in Vergessenheit geraten. In den 1950er Jahren galt die Maine Coon auch als ausgestorben. Liebhaber dieser Katzenrassen sorgten dann dafür, dass die Main Coon wieder an Beliebtheit und vor allem Bekanntheit zulegte. Eigentlich Zuchtkatzen gab es da aber schon nicht mehr und so wurden sogenannte Foudation-Tiere ausgewählt. Dieses waren Katzen, die aus einer natürlichen Population ausgewählt wurden, da sie die für eine Maine Coon Katze rassetypischen Merkmale aufwiesen. Mit diesem Grundstock begann dann Ende der 1960er bis Anfang der 1970er Jahre die Zucht. Es dauerte allerdings bis 1976, bis auch die Cat Fanciers‘ Association (CFA) die Maine Coon als vollwertige Rassekatze anerkannte. Im Ausland hatte es die Maine Coon sogar noch tewas schwerer, erst 1983 erkannte auch die Fédération Internationale Féline d’Europe (FIFé) die Maine Coon an.
Der Maine Coon gelang dann der Aufstieg zur häufigst gehaltenen Rassekatze.

Noch heute werden wohl in Maine Katzen gefangen und zur Vermeidung von Inzuchten in vorhandene Zuchststämme eingezüchtet.

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